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Abschlusstagung des Bund-Länder-Wettbewerbs Offene Hochschulen in Berlin

Diskutieren und resümieren für eine innovative Zukunft der wissenschaftlichen Bildung an Hochschulen (Foto: THI)
Diskutieren und resümieren für eine innovative Zukunft der wissenschaftlichen Bildung an Hochschulen (Foto: THI)

[16|07|2017]

Resümee: Was Politik, Hochschulleitungen und Fachgesellschaft erreicht haben

 

Nach einer sechsjährigen Förderung lud das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) alle Projekte des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ zu einer Abschlusstagung nach Berlin ein. Vertreter der Hochschule München (HM) und der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI), die seit 2011 gemeinsam im Verbundprojekt „Offene Hochschulen Oberbayern“ (OHO) arbeiten, zählten zu den Eingeladenen und präsentierten ihre Arbeitsergebnisse. Neben Mitgliedern von Hochschulen und Unternehmen nahmen zahlreiche Akteure der Politik an der Veranstaltung teil.

 

Wissenschaftliche Weiterbildung an Hochschulen

Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sprach zur Eröffnung der Tagung. Sie wies auf die wachsende Bedeutung der wissenschaftlichen Weiterbildung für die Zukunft der Hochschulen hin und unterstrich, wie wichtig Projekte wie die der offenen Hochschulen für die Innovationsfähigkeit sind. Nach sechs Jahren gehe es nun darum, Bilanz zu ziehen und aufzunehmen, was politisch sinnvoll ist.

 

Prof. Dr. Hermann Schumacher, Vertreter des OH-Netzwerkes „Hochschulleitungen“ und Leiter der School of Advanced Professional Studies der Hochschule Ulm, wies auf den Erfolg der Offenen Hochschule-Projekte hin. Sie hätten es vielerorts geschafft, dass die wissenschaftliche Weiterbildung von einem Stiefkind der Hochschulentwicklung zu einem strategischen Ziel der Hochschulen geworden sei. Schumann merkte an, wie viele Hürden genommen werden mussten, und dass weiterhin Herausforderungen bestünden. Vor allem der Übergang vom Projekt in den Regelbetrieb gestalte sich vielerorts schwierig, was an etlichen Faktoren wie z. B. einem Dschungel an Rechts- und Organisationsformen liege.

 

Auch Prof. Dr. Thomas Doyé, Vizepräsident der THI, betonte weiteren Handlungsbedarf: „Das Hochschulrecht passt nicht zu den Notwendigkeiten der akademischen Weiterbildung, wodurch die privaten Weiterbildungsanbieter deutliche Wettbewerbsvorteile haben. Weiterbildung muss als Geschäft betrieben werden, sonst funktioniert es nicht“, erklärte er in einer Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunftsperspektiven zur wissenschaftlichen Weiterbildung“.

 

Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V., die sich als Expertenorganisation für alle Themen der Weiterbildung versteht, wurde von Prof. Dr. Gabriele Vierzigmann, Hochschule München, vertreten: „Unser Verständnis von fortschrittlicher Hochschulbildung ist untrennbar mit wissenschaftlicher Weiterbildung verbunden. Wir bringen die Expertise unserer Mitglieder sehr gerne ein, damit der mit dem Programm „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ eingeschlagene Weg weiter erfolgreich verfolgt werden kann.“

 

Säen und ernten: Ergebnisse einer langen Projektzeit

Gemeinsam mit 73 weiteren Projektteams präsentierten VertreterInnen der HM und der THI praktische und empirische Ergebnisse aus OHO. An einem vielbesuchten Stand wurde unter dem Motto „Früchte ernten“ die Zeit vor und nach OHO gegenübergestellt: „Geerntet“ werden konnten beispielsweise neun berufsbegleitende Studienangebote, Anrechnungsverfahren, Unterstützungsangebote für einen erfolgreichen Studienstart, innovative und flexible Zertifikatsmodelle, angepasste IT-Prozessen zur Verwaltung der neuen Studienangebote sowie die Ergebnisse aus Forschungen und Evaluationen zur Qualitätssicherung und Konzepte des Qualitätsmanagements in der Weiterbildung.

 

Das OHO-Projekt der HM und der THI endet am 30. September 2017. Ziel war es, lebenslanges Lernen – egal mit welchem Bildungshintergrund – zu ermöglichen und in die Hochschullandschaft zu integrieren. Gelungen ist dies mit neuen Studienangeboten, passgenauen Rahmenbedingungen und Unterstützungsmaßnahmen vor allem für Personen, die den Weg bisher selten an die Hochschulen fanden.

 

Zufriedene Gesichter am OHO-Stand auf der Abschlussveranstaltung in Berlin: Prof. Dr. Gabriele Vierzigmann (Wiss. Leitung OHO und Stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V.), Prof. Dr. Thomas Doyé (Wiss. Leitugn OHO und Vizepräsident der THI), Verena Sennefelder (Projektleiterin OHO, THI) und Dr. Brigit Himmelseher (Projektleiterin OHO, HM) (v. l. n. r.).
Zufriedene Gesichter am OHO-Stand auf der Abschlussveranstaltung in Berlin: Prof. Dr. Gabriele Vierzigmann (Wiss. Leitung OHO und Stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V.), Prof. Dr. Thomas Doyé (Wiss. Leitugn OHO und Vizepräsident der THI), Verena Sennefelder (Projektleiterin OHO, THI) und Dr. Brigit Himmelseher (Projektleiterin OHO, HM) (v. l. n. r.).

 

 

Birgit Himmelseher und Laura Böck

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