Offene Hochschule Oberbayern

Verbundprojekt der Hochschulen München und Ingolstadt baut das Weiterbildungsangebot aus
In Zeiten fortschreitenden Fachkräftemangels und steigender Akademisierung vieler Berufsfelder steigt der Bedarf nach Weiter-, Um- und Neuqualifizierungen von Arbeitskräften auf akademischem Niveau. Weiterbildung wird deshalb ein immer wichtigerer Bestandteil der Hochschullandschaft. Doch noch immer finden sich an Hochschulen nur wenige qualifizierte Berufstätige und nicht-traditionelle Studierendengruppen.

Um lebenslanges Lernen besser zu fördern, haben die Hochschulen München und Ingolstadt mit ihrem gemeinsamen Konzept „Offene Hochschule Oberbayern“ (OHO) ein Angebot für diese Zielgruppen entwickelt und sich damit unter 167 Bewerbungen beim Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ des BMBF behauptet. Für das Verbundprojekt erhalten die beiden Hochschulen 3,8 Millionen Euro.

In den kommenden dreieinhalb Jahren wird das Projekt „Offene Hochschule Oberbayern“ auf den Weg gebracht. Unterstützung erhält das Vorhaben durch regionale Bildungsinstitutionen wie die Handwerkskammer, die IHK und die Münchner Volkshochschule. Die Offene Hochschule Oberbayern wird zehn Weiterbildungsangebote in den Bereichen Wirtschaft, Technik sowie Gesundheits- und Sozialwesen umfassen. Das Studienangebot soll vielfältig und flexibel sein und reicht von Zertifikatsangeboten bis hin zu berufsbegleitenden Modul-, Bachelor- und Masterstudiengängen.

Weil gerade Menschen mit nicht-traditionellen Bildungswegen angesprochen werden sollen, wird viel Wert auf die Anrechung von Kompetenzen gelegt, die außerhalb der Hochschule erworben wurden, wie zum Beispiel Berufserfahrung, Weiterbildungen oder ausländische Hochschulabschlüsse. Ein Baukastensystem mit vorbereitenden und begleitenden Unterstützungsmaßnahmen soll helfen, die Hürden bei der Zulassung erfolgreich zu meistern und den Studienerfolg zu sichern.