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Regionen in 3D nachbauen

Modell Based System Engineering (MBSE) ermöglicht eine smarte Visualisierung von 3D-Regionsmodellen als Grundlage für Luft- und Raumfahrt- und Automotive-Mobilitätsanwendungen (Bild: Institut EDMS e. V.)
Modell Based System Engineering (MBSE) ermöglicht eine smarte Visualisierung von 3D-Regionsmodellen als Grundlage für Luft- und Raumfahrt- und Automotive-Mobilitätsanwendungen (Bild: Institut EDMS e. V.)

[11|07|2018]

An der HM wird an einer Testplattform für vernetzte Mobilität geforscht

 

Ein neues Forschungsprojekt an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik arbeitet an der Entwicklung smarter und digitaler 3D-Regionsmodelle. Sie dienen als Testfeld für Mobilitätssimulationen und -visualisierungen für den Luft- und Raumfahrt- sowie Automobil-Sektor. Diese 3D-Regionsmodelle basieren auf dem sogenannten modellbasierten Systems Engineering (MBSE). Während Entwürfe im klassischen Systems-Engineering-Bereich papier- oder dokumentenbasiert erfolgen, geschieht dies beim MBSE-Ansatz mithilfe von digitalen Systemmodellen. Dadurch behalten Ingenieure und Ingeneurinnen bei komplexen Systemen besser den Überblick und der Informationsaustausch zwischen den Disziplinen Mechanik, Elektronik und Softwareentwicklung fällt leichter.

 

Smarte Plattform mit 3D-Regionen

Damit sich die 3D-Regionsmodelle für verschiedene Anwendungsfälle wie die Simulation von autonomen Fahr- und Flugfunktionen einsetzen lassen und eine statische, dynamisch langsame und schnelle Datennutzung möglich ist, wird im Rahmen des Forschungsprojektes eine Plattform für „Smart3DRegio“ entwickelt. Partner der HM ist dafür das Technologie-Unternehmen Tesis, das Lösungen für Motor- und Fahrsimulationen in Echtzeit anbietet. Mithilfe der Kopplung mit MBSE sollen Methoden und Prozesse entstehen, durch die sich die 3D-Regionsmodelle hochautomatisiert aufbauen und nutzen lassen.

 

Forschungsfokus

Der Fokus der Forschungsarbeit liegt auf der Betrachtung der verwendeten Daten, Prozesse, Methoden und Systeme auf der Makro- und Mikroebene, die für die komplexe Abbildung von 3D-Regionsmodellen zum Einsatz kommen. Diese Betrachtung hilft, die Komplexität der verschiedenen Gesichtspunkte zu verstehen und sie methodisch sauber abzubilden. Darüber hinaus soll mithilfe des MBSE-Ansatzes die Konvertierungskette zwischen verschiedenen Tools und der unterschiedlichen Daten, bis hin zu mobilen Anwendungen, automatisiert dargestellt und realisiert werden.

 

Laufzeit und Projektpartner

Das Projekt „Smart3DRegio“ leitet Prof. Dr. Vahid Salehi von der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik. Das Projekt läuft bis Juni 2020, der Zuwendungsgeber ist das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie. Projektpartner sind die Tesis GmbH und die Gigatronik Ingolstadt GmbH. Als assoziierte Partner fungieren die Audi AG und die Airbus Defence and Space GmbH.

 

 

Prof. Dr. Vahid Salehi Douzloo/Mirja Fürst

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