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Gamification: Spielerisch arbeiten

Das digitale Wikingerdorf wird durch Punkte spielerisch erweitert (Foto: Joni Ryynänen)
Das digitale Wikingerdorf wird durch Punkte spielerisch erweitert (Foto: Joni Ryynänen)

[29|01|2019]

Finnische und deutsche Studierende konzipieren und programmieren gemeinsam Apps für Logistikzentren

 

Die Arbeit in großen Logistiklagern ist auf Dauer eintönig und ermüdend. HM-Studierende wollen mit einer Gamification-App Abhilfe schaffen. Gemeinsam mit Bachelor-Informatikstudierenden der finnischen Partnerhochschule TAMK in Tampere konzipierten und programmierten die Studierenden des Masters „Digital Technology Entrepreneurship“ von Oktober bis Dezember vier Prototypen für den IT-Anbieter Leanware aus Tampere.

 

Die Firma lieferte den Hochschulstudierenden ein Datenmodell, auf dessen Basis sie Spieleideen entwickelten. Ziel der Apps ist es, spielerisch Spaß und Effizienz bei der Arbeit zu fördern. Im Idealfall kann Leanware die Prototypen später zusammenfassen und für ein Produkt verwerten.

 

Effizienz durch Punktesystem

Die Apps funktionieren auf normalen Android-Endgeräten. Geistige Vorbilder sind Spiele-Apps, die viele Millionen Nutzer verzeichnen. Das Prinzip ist in der Regel einfach: Durch verschiedene Aktionen werden die AnwenderInnen mit Punkten belohnt, die sie wieder in die kleine Spielwelt reinvestieren können. Nach einem ähnlichen System funktionieren die Prototypen der Studierendenteams: Die App misst real geleistete Arbeit und überträgt sie auf die virtuelle Spielebene. Wenn die MitarbeiterInnen also besonders schnell arbeiten, generieren sie Punkte. Die Spielidee und die Art, wie die Angestellten virtuell belohnt werden, haben die Teams unterschiedlich festgelegt.

 

Interkulturelle Teamarbeit

Jedes der vier Entwicklungsteams bestand aus finnischen und deutschen Studierenden. Während die BetriebswissenschaftlerInnen vornehmlich für Projektmanagement und Konzeption zuständig waren, kümmerten sich die IT-Studierenden um die technische Umsetzung. Die Zusammenarbeit fand aufgrund der Distanz vor allem über die Programme Skype, Trello, Mytaskey oder Sync+share statt. Alle zwei Wochen präsentierte das Team die Ergebnisse für Leanware.

 

„Für uns war es auch interessant zu sehen, wie ein spontan zusammengewürfeltes interdisziplinäres und interkulturelles Team funktioniert“, stellt Prof. Dr. Holger Günzel fest. Die Resonanz aus den Teams, die sich im Oktober drei Tage lang in Tampere persönlich kennenlernten, fiel positiv aus: Es sei eine lehrreiche Zeit in Sachen interkultureller Teamarbeit, Softwareentwicklung, agilem Projektmanagement und Zusammenarbeit mit einem professionellen Kunden gewesen, so die Studierenden.

 

 

Matthias Schneider

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