Navigation

 
 

News

Gefühlte versus reale Gefährdung

Ralph-Miklas Dobler (HM), Lisa Krammel (Aktivistin), Julian Hans (SZ), Moderatorin Dr. Eva Jüsten (Stadt München), Andreas Mickisch (Stadt München) und Marcus da Gloria Martins (Polizei München) (Foto: Max Bridts)
Ralph-Miklas Dobler (HM), Lisa Krammel (Aktivistin), Julian Hans (SZ), Moderatorin Dr. Eva Jüsten (Stadt München), Andreas Mickisch (Stadt München) und Marcus da Gloria Martins (Polizei München) (Foto: Max Bridts)

[10|12|2019]

M:UniverCity-Dialogforum beleuchtete das Thema Sicherheitsgefühl wissenschaftlich und praktisch

 

Beim Dialogforum „Sind Sie sicher?“, organisiert Ende November von einer Co-Creation-Gruppe des Netzwerks M:UniverCity, trieben über 70 TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, der Stadt München und der Zivilgesellschaft die Debatte um gefühlte versus reale Gefährdung voran. Bei dem Thema gefühlte Sicherheit übernimmt M:UniverCity die Rolle als Gestalter von Diskursen und Finder von immateriellen Lösungen. Das betonte Prof. Dr. Thomas Stumpp, Vizepräsident für Wirtschaft, in seiner Eröffnungsrede.

 

Wissenschaftliche Betrachtung

Am Vormittag brachte Philosophie-Professorin Dr. Sabine Döring, Expertin der Theorie der Emotionen der Universität Tübingen, ihrem Publikum Narrative, die Realitäten auf eigene Weise interpretieren, nahe. Im Anschluss berichtete der ehemalige Leiter des Wiener Instituts für Kriminalsoziologie, Arno Pilgram, unter anderem über Best Practices zur Beeinflussung des Sicherheitsgefühls in Österreich.

 

Polizeipressesprecher Marcus da Gloria Martins ist die Transparenz in der Kommunikation mit den BürgerInnen wichtig (Foto: Max Bridts)
Polizeipressesprecher Marcus da Gloria Martins ist die Transparenz in der Kommunikation mit den BürgerInnen wichtig (Foto: Max Bridts)

Transparenz und Reflexion sind wichtig

Stadtdirektor Andreas Mickisch und Polizeipressesprecher Marcus da Gloria Martins betonten bei der Podiumsdiskussion zur gefühlten Sicherheit, dass neben Sachlichkeit auf immer größere Transparenz in der Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern gesetzt werden müsse. Extremen oder populistischen Stimmen dürfe keine Gelegenheit zum Geschäft mit der Angst gegeben werden.

 

Medienwissenschaftler und HM-Professor Prof. Dr. Ralph-Miklas Dobler sieht die Hochschulen in der Pflicht, neben Employability wieder mehr auf die Vermittlung vonBildung und kritischer Reflexion zu setzen. Redakteur Julian Hans von der Süddeutschen Zeitung erklärte die Versuchung traditioneller Zeitungen, mit der Attraktivität sozialer Medien mithalten zu wollen. Bei einigen Blättern sorge dies für einen problematischen Umgang mit Sicherheitsthemen. Aktivistin Lisa Krammel von ditigalcourage sah politische Versprechen im Sicherheitsdiskurs als gern genutzten Vorwand, Einschränkungen der Bürgerrechte voranzutreiben. Die zahlreichen Beiträge aus dem Publikum während der Podiumsdiskussion zeigten, wie zentral das Thema heute für alle Teilnehmenden ist.

 

Das Publikum brachte sich engagiert in die Diskussion ein (Foto: Max Bridts)
Das Publikum brachte sich engagiert in die Diskussion ein (Foto: Max Bridts)

Projekte im Workshop entwickeln

Am Nachmittag planten die Teilnehmenden auf einer Ideenbörse in drei Gruppen neue Projekte, bei denen es vor allem um die Verbesserung des Sicherheitsgefühls innerhalb eines Stadtteils und im interkulturellen Kontext ging. Medienwissenschaftler Ralph Dobler und Silke Järvenpää, ebenfalls Professorin an der HM und Sprecherin der Co-Creation Gruppe „Gefühlte Gefährdung“, hatten in diesem Semester ein Begleitseminar zum Thema "Sind Sie sicher?" angeboten. Dessen Teilnehmende stellten die Zwischenergebnisse ihrer studentischen Projekte vor und nahmen an den Workshops teil.

 

Wer der Co-Creation Gruppe "Gefühlte vs Reale Gefährdung" beitreten und sich für die Weiterentwicklung des Themas engagieren möchte, kann sich bei melden.

 

 

Silke Järvenpää

NEWSARCHIV

Berichte und Informationen rund um die Hochschule München

Veranstaltungen

Vorträge, Tagungen, Events an der Hochschule München