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"Entrepreneurial Spirit" aus München

HM-Studierende aus dem Seminar
HM-Studierende aus dem Seminar "Social Entrepreneurship" erklären ihr Konzept (Foto: Christiane Taddigs-Hirsch)

[14|01|2020]

HM-Studierende entwickeln Lösungen für soziale Herausforderungen

 

Ein Café für die eigene mentale Gesundheit, ein Escape-Room, der über den Klimawandel aufklärt, ein Doppeldecker, in dem gesund gekocht wird: Das sind drei von zwölf Ideen, zu denen Studierende der Hochschule München am Pasinger Standort Lösungen präsentierten.

 

Im interdisziplinären Seminar "Social Entrepreneurship“ entwickelten die Teilnehmenden über ein Semester hinweg ihre Einfälle, um soziale Herausforderungen in München zu lösen. Die Initiatoren und Betreuer des Projekts Prof. Dr. Wolfgang Gehra, Professor für Sozialmanagement und Öffentlichkeitsarbeit und Leiter des Studiengangs "Management Sozialer Innovationen" und Prof. Dr. Georg Zollner, Professor für Entrepreneurship und Nachhaltiges Management an der Fakultät für Betriebswirtschaft, haben das Ziel, bei allen Studierenden unternehmerisches Denken und Handeln, "Entrepreneurial Spirit" mit gesellschaftlicher Wirkung, nicht nur zu wecken, sondern auch einzuüben. So arbeiteten die Studierenden daran, die Perspektiven beider Fachbereiche zusammen zu bringen. Zum Teil kooperierten sie mit Praxis-Partner außerhalb der Hochschule, die ihre Herausforderungen als Projektthemen angeboten hatten.

 

Fast jeder kennt mentale Tiefs

Die Studierenden entwickelten unterschiedliche Präsentationsformen für ihre Projekte: Eine Gruppe forderte das Publikum zu Beginn auf, sich hinzustellen. Dann sollten sich diejenigen setzen, die noch nie ein mentales Tief erlebt hatten. Fast alle blieben stehen. Danach sollten sich diejenigen setzen, denen es leichtfiel, über ihr mentales Tief zu sprechen. Und wieder: Fast alle blieben stehen. Das Experiment zeigte: Kaum jemand schenkt dem Thema mentale Gesundheit Aufmerksamkeit, obwohl fast jeder bereits ein Tief hatte.

 

Ein GründerInnenteam aus München hatte sich dieses Problems angenommen und eröffnete vor kurzem das erste "Mental Health Cafe" Deutschlands. Dorthin kann jeder gehen, der sich über das Thema informieren möchte oder ein offenes Ohr sucht. Zwei HM-Teams unterstützten die GründerInnen bei Ihrem Projekt. Sie erstellten vor der Eröffnung ein sogenanntes Brand Book, in dem die Werte des Cafés klar herausgearbeitet sind. Außerdem entwickelten sie ein Franchise-System – damit das Mental Health Café nicht das einzige seiner Art in Deutschland bleibt.

 

Sich mit Wissen aus dem Escape Room retten

Um SchülerInnen den Klimwandel näher zu bringen, entwickelte ein weiteres Studierenden-Team einen Escape-Room. Mit einem Modell zeigte das Team sein Konzept: Durch das Lösen von Aufgaben in der Gruppe kann man sich aus dem Raum "befreien". Alle Fragen beziehen sich auf den Klimawandel. So können SchülerInnen spielerisch lernen. Das Team erklärte, dass viele junge Menschen zwar Interesse am Klimawandel hätten, das Thema aber im Unterricht zu wenig Raum einnehme.

 

Für GymnasiastInnen, die als einzige SchülerInnen in Bayern Kochen nicht im Schulunterricht lernen, dachte sich ein HM-Team gemeinsam mit einem Fachlehrer etwas besonders aus: Einen Doppeldeckerbus so umbauen, dass auf einem Stockwerk gekocht und auf dem anderen gegessen werden kann. Ebenso soll Platz sein, um gemeinsam zu lernen, wie man sich gesund ernähren kann. Der "Food-Bus" soll durch ganz Bayern touren und Raum für jeweils eine Schulklasse bieten.

 

 

Lea Knobloch

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