Navigation

 
 

News

14 Monate am Südpol

Theresa Thoma vor Antarktis-Panorama (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Markus Baden CC-BY 4.0)
Theresa Thoma vor Antarktis-Panorama (Foto: Alfred-Wegener-Institut / Markus Baden CC-BY 4.0)

[17|02|2021]

HM-Alumna Theresa Thoma kümmert sich um IT auf Forschungsstation

 

Theresa Thoma, 26-jährige Absolventin der Studiengänge Elektrotechnik und Informatik an der HM, verbringt die kommenden 14 Monate nur gut 2000 km entfernt vom Südpol. Das Alfred-Wegener-Institut betreibt dort eine Forschungsstation, in der ganzjährig WissenschaftlerInnen arbeiten. Als sie zuerst die Stellenanzeige für ein Forschungsprojekt in der Antarktis gesehen hatte, hielt sie es für eine irrwitzige Idee, aber dann ließ sie der Gedanke nicht mehr los. Und sie wurde unter vielen Bewerbern genommen.

 

Die Technik am Laufen halten

Als IT-Spezialistin kümmert sich Thoma um die gesamte IT-Infrastruktur vom PC bis zur Satellitenverbindung. Fragen wie „Wie komme ich hier ins WLAN?“ oder „Mein Drucker geht nicht“ gehören zu ihrem Alltag. Aber es kommen auch einige ortsspezifische Aufgaben dazu, wie das Auslesen der Unterwassermikrofone, die Meeressäugern zuhören oder die Wartung der Windkraftanlage am Pinguinobservatorium.

 

Milder antarktischer Sommer

Überrascht war die 26-jährige vor allen von zwei Dingen bei ihrer Ankunft. Zum einen die Geräumigkeit der Station: Im Inneren ist reichlich Platz zum Leben und Arbeiten für bis zu 50 WissenschaftlerInnen. Das nächste ist der Sommer auf der Antarktis. „Es ist hier im Sommer ähnlich wie in Deutschland im Winter oft nur knapp unter null Grad. Beim Montieren einer Antenne letztens habe ich Jacke und Handschuhe ausgezogen, weil mir zu warm war“, berichtet Thoma. Im Juli dagegen, und den wird sie auch noch vor Ort erleben, kann das Thermometer schon mal auf -50 Grad abrutschen.

 

Leben in der Quarantäne

Corona sei kein Thema in der Forschungsstation. Alle wurden vor der Anreise mehrfach getestet und fremder Besuch ist auch keiner geplant. „Darüber müssen wir uns keine Sorgen machen“, sagt die IT-Spezialistin, „Wir können uns zu zehnt an einen Tisch setzen und alles tun, was wir 2019 noch für normal befunden haben.“ Das einzige, was ihr fehlt sind Pferde und Reiten. Es gebe zwar Sportmöglichkeiten, aber „es ist einfach schöner über die Wiese zu galoppieren, als auf einem Laufband auf der Stelle zu treten“, erklärt Thoma.

 

 

Ralf Kastner

NEWSARCHIV

Berichte und Informationen rund um die Hochschule München

Veranstaltungen

Vorträge, Tagungen, Events an der Hochschule München