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Deutschlands beste Nachwuchsoptikerin

Das Deutsche Handwerk kürte HM-Studentin Selina Knebel zur besten Nachwuchsoptikerin von ganz Deutschland (Foto: Johanna Weber)
Das Deutsche Handwerk kürte HM-Studentin Selina Knebel zur besten Nachwuchsoptikerin von ganz Deutschland (Foto: Johanna Weber)

[02|06|2021]

HM-Studentin Selina Knebel im Interview

 

Selina Knebel darf sich seit Ende Mai „Deutschlands beste Nachwuchsoptikerin“ nennen. Die duale Bachelorstudentin befindet sich im Studienfach Augenoptik / Optometrie im sechsten Semester an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik. In der Endrunde im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks konkurrierte die Gesellin des Optik-Geschäfts Tannek in Dachau mit den LandessiegerInnen aus ganz Deutschland. Aufgrund der gelockerten Corona-Regeln konnten der Wettbewerb und die Siegerehrung in Dortmund in Präsenz stattfinden. Zuvor wurde Knebel bereits zur besten Nachwuchsoptikerin Südbayerns gekürt. Im Interview gibt sie Einblicke in ihr Studium an der HM und erzählt, was gute OptikerInnen alles können müssen.

 

HM: Warum haben Sie sich für ein duales Studium entschieden?

Selina Knebel: Weil es total cool ist, dass ich so Ausbildung und Studium kombinieren kann. Mir war klar, dass es anspruchsvoll wird, da ich ja in den Semesterferien im Betrieb arbeite. Aber ich fand super, dass es dieses kompakte Paket gibt.

 

Momentan absolvieren Sie ein Praxissemester bei BMW im Bereich Lichttechnik. Was sind Ihre Aufgaben?

Ich kümmere mich um das sogenannte „Welcome Light“, das die Scheinwerfer bzw. Heckleuchten in Form einer kurzen Licht-Animation beim Aufsperren des Autos abspielen, um den Kunden zu „begrüßen“. Wir erhalten hier Vorgaben aus der Design-Abteilung, dürfen aber auch selbst kreativ sein. Anschließend visualisieren wir die Lichtsequenzen an Prototypen oder Modellbauleuchten, um eventuelle Optimierungen vorzunehmen. Neben meiner Hauptaufgabe kümmere ich mich um Dinge, die nebenher anfallen, beispielsweise die Durchführung lichttechnischer Messungen oder das Umcodieren von Scheinwerfern zur Darstellung verschiedener Lichtfunktionen. Das Praxissemester bei BWM gibt mir die Möglichkeit, nochmal eine andere, technische Richtung kennenzulernen.

 

Während des Wettbewerbs fertigte Selina Knebel diese Brille, die von der Bewegung einer Fischflosse inspiriert wurde (Foto: Johanna Weber)
Während des Wettbewerbs fertigte Selina Knebel diese Brille, die von der Bewegung einer Fischflosse inspiriert wurde (Foto: Johanna Weber)

 

Was müssen Ihrer Erfahrung nach gute OptikerInnen alles können?

Ein Optiker ist ein Allrounder. Augenoptik / Optometrie ist sehr abwechslungsreich, weil es verschiedene Bereiche gibt: das Handwerk in der Werkstatt, der Verkauf und der Umgang mit Kunden. Im Studiengang kommt dann noch die medizinische Komponente wie Brillenglasbestimmung und Kontaktlinsen-Anpassung hinzu. Wir beschäftigen uns im Studium aber nicht nur mit der Messung der Sehstärke, sondern auch mit der Komplexität dahinter, beispielsweise dem visuellen System in Zusammenhang mit dem Gehirn. Und wir lernen auch den Umgang mit Geräten zur Durchführung und Interpretation von Screening- und Funktionstests, die bei vielen Optikern aufgrund der begrenzten technischen Ausstattung zum Teil überhaupt nicht möglich sind. Mein Betrieb ist wirklich sehr gut ausgestattet, wir haben unter anderem eine Funduskamera, mit der sich Bilder der Netzhaut aufnehmen lassen. Das ist nicht der Standard für einen „normalen“ Optikerbetrieb.

 

Welche beruflichen Optionen ergeben sich nach dem Studium?

Da bin ich noch offen. Grundsätzlich ist es nach dem Studium möglich, einen eigenen Optikerbtrieb aufzumachen, man kann aber genauso gut bei einem Optiker arbeiten. Oder in einer Klinik, was dann in die medizinische Richtung geht. Das Studium eröffnet aber auch Wege in die Industrie, etwa bei Kontaktlinsenfirmen oder im Bereich der Forschung und Entwicklung – darauf fokussiere ich mich gerade.

 

Nähere Informationen zum Studiengang Augenoptik / Optometrie (AOB) erhalten Sie auf diesen Seiten der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik.

 

 

Das Interview führte Amanda Shala

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