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100 Semester erfolgreiche Ausbildung

Bastian Pusch und Julia von Miller bringen den richtigen Schwung in die Veranstaltung (Foto: Johanna Weber)
Bastian Pusch und Julia von Miller bringen den richtigen Schwung in die Veranstaltung (Foto: Johanna Weber)

[18|10|2021]

Jubiläum der HM startet mit Festakt im Roten Würfel

 

„50|200 Years Applying Science“ ist das Motto der Jubiläumsfeierlichkeiten der Hochschule München und ein sehr guter Grund zu feiern. 50 Jahre, weil 1971 die Fachhochschule gegründet wurde, die jetzt die Hochschule München ist. 200 Jahre, weil damals die Baugewerkschule als älteste Vorgängerin der HM ihren regulären Vorlesungsbetrieb aufnahm. Letzte Woche war es soweit und die HM feierte im großen Hörsaal in der Lothstraße und auf digitalem Wege, mit Gästen und einem bunten Programm mit heiterer Musik, Grußworten, Rückblicken und Perspektiven.

 

Moderatorin Julia von Miller leitete geistvoll, charmant und mit Gesang durch den Festakt. Die Vertrautheit mit allen anwesenden HM-Protagonist wurde vielleicht durch ihren familiären Hintergrund begünstigt: Oskar von Miller, der Gründer des Deutschen Museum und Namensgeber der größten Vorgängerschule der HM, dem Oskar-von-Miller-Polytechnikum, war der Urgroßonkel der Moderatorin. Zeit seines Lebens fiel Oskar von Miller auf durch seine Neugier, seine Offenheit, seine Begeisterungsfähigkeit und seinen unbändigen Wissensdurst. Alles Eigenschaften, die auch die HM auszeichnen.

 

Wissenschaftsminister Bernd Sibler und HM-Präsident Prof. Dr. Martin Leitner beim Jubiläumsfestakt (von links) (Foto: Johanna Weber)
Wissenschaftsminister Bernd Sibler und HM-Präsident Prof. Dr. Martin Leitner beim Jubiläumsfestakt (von links) (Foto: Johanna Weber)

100 Semester und 100.000 Absolventen

HM-Präsident Prof. Dr. Martin Leitner begrüßte die Gäste des doppelten Jubiläums und bedankt sich ausdrücklich bei Ehrengast Wissenschaftsminister Bernd Sibler für seine Unterstützung in den letzten Semestern. Ohne die Hilfe des Ministeriums wäre die HM nicht so gut durch die Pandemie gekommen.

 

In den letzten 50 Jahren haben in 100 Semestern über 100.000 Studierende ihre akademische Laufbahn in einem lebendigen Miteinander an der HM abgeschlossen. Leitner erklärt: „Diese jungen Menschen wurden an der Hochschule ausgebildet, die von der Wirtschaft als eine der attraktivsten in Deutschland eingeschätzt wird.“ Bereits von Anfang an war die Hochschule groß und vielfältig. Die Vorgängereinrichtungen umfassten die Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und die gestaltenden Wissenschaften. Diese Vielfalt ermöglicht Interdisziplinarität, eine Kompetenz, die immer wichtiger wird. Zusätzlich ist die HM eine der erfolgreichsten Gründerhochschulen Deutschlands, ganz im Geiste Oskar von Millers, der nicht nur ein hervorragender Ingenieur, sondern auch ein erfolgreicher Unternehmer war. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die starke Vernetzung mit der Metropolregion München. Diese drei Elemente sind prägend für die HM „interdisciplinary, entrepreneurial und metropolitan“.

 

Zukunft schmieden und Probleme lösen

Der Schirmherr der Jubiläumsfeierlichkeiten der HM, Wissenschaftsminister Bernd Sibler, gratulierte und lobte den Gastgeber: „Mit ihrem breiten, modernen und interdisziplinären Angebot an Studiengängen und ihrer nationalen sowie internationalen Vernetzung belegt die Hochschule München exemplarisch, dass die Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen ein bayerisches Erfolgsmodell sind. Die Innovationskraft in Forschung, Lehre und Wissenstransfer, die von dieser Hochschulart ausgeht, wird hier in München durch die herausragenden Erfolge im Bereich Entrepreneurship, in der anwendungsbezogenen Forschung sowie durch innovative digitale Lehr- und Prüfungsformate mustergültig unter Beweise gestellt!“ An der HM werde Zukunft geschmiedet und Probleme gelöst.

 

Die HM ist eine jugendliche Organisation

Carlos Härtel berät seit vielen Jahren als Vorsitzender des Hochschulrats mit seinem klaren unternehmerischen Blick. Er betonte, dass die HM trotz des Jubiläums eine sehr jugendliche Organisation sei, wenn man bedenke, dass die ältesten akademischen Einrichtungen in Europa bald 1000 Jahre alt werden. „Die Neugier darauf, neue Wege zu gehen, in der Forschung, in der Ausbildung, in der Zusammenarbeit mit externen Partnern“, sind laut Härtel große Stärken der HM. Dazu komme die Überzeugung „das Beste kommt erst noch“, so Härtel.

 

50 Jahre Partnerschaft

Auch die zweite Bürgermeisterin der Stadt, Katrin Habenschaden, gratuliert zur Erfolgsgeschichte der Hochschule München. Das Vorhaben, die Ausbildung der Ingenieure an den verschiedenen Ingenieurschulen unter einem Dach auf ein neues Niveau zu heben, sei gelungen. „Mit Ihrer anwendungsorientierten akademischen Ausbildung ist die HM vor allem eine bedeutende Partnerin der Münchner Wirtschaft und damit ein glänzendes Aushängeschild des Hochschul- und Wirtschaftsstandorts München“, erklärt Habenschaden.

 

Die Welt erobern

Prof. Dr. Angelika Niebler, Mitglied des Hochschulrats und Abgeordnete im Europäischen Parlament, lobte die Balance zwischen wissenschaftlichem Tiefgang und praktischer Relevanz, welche die HM präge. Besonders fasziniert sie dabei auch die Offenheit und der Blick nach Europa, den die Hochschulangehörigen hätten. Mit ihren Abschlüssen können die Absolventinnen die Welt erobern.

 

Der Historiker Dr. Michael Kamp gab Einblicke in die Vorbereitung einer wissenschaftlichen Publikation mit vielen Recherchen in städtischen, Landes- und Staatsarchiven. Die Veröffentlichung ist für das Ende des Wintersemesters geplant und dokumentiert die Geschichte der Vorgängerinstitutionen bis zur Gründung der damaligen Fachhochschule München 1971. Diese wird noch im Feiersemester des Jubiläums erscheinen.

 

Alles im Einklang

Physikingenieur, Geigenbaumeister, Klangschöpfer und Alumnus der HM Martin Schleske erlebt in seinem Beruf des Geigenbauers einen beglückenden Dreiklang: Der handwerkliche Prozess in den Werkstatträumen, die Erforschung der akustischen Geheimnisse im Labor und die Erfahrung der musikalischen Kraft.

 

Schleske brachte es auf den Punkt: „Hand, Kopf und Herz müssen zusammenkommen.“ Immer wieder griff Schleske in seinem Festvortrag „Die Geige – akustischer Körper und Stimme der Seele“ den Begriff der Einheit auf. Eins werden mit dem Instrument, eins werden mit dem Werkzeug, eins werden mit der Schöpfung, das seien die Dinge, die wirklich von Bedeutung sind.

 

Bastian Pusch, Leiter der Big Band an der HM, sorgte am Klavier zusammen mit Julia von Miller für fetzige Unterhaltung. Für feierliche Stimmung auf dem Festakt sorgte das Streichquartett der HM mit Stücken von Georg Friedrich Händel.

 

Weitere Informationen zum Jubiläum, Porträts von HM-Persönlichkeiten, Beschreibung von Wirkungsstätten, interaktive Spaziergänge in München und viele Sonderaktionen finden Interessierte auf der Jubiläumswebseite . Die Veranstaltung zum Jubiläumsfestakt finden Interessierte auf dem Youtube-Kanal der HM .

 

 

Ralf Kastner

 

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