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Corona-Bilanz

Studie an den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Bild: FIDL)
Studie an den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Bild: FIDL)

[20|10|2021]

Wie hat sich Studieren und Lehren verändert?

 

Die bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften gehen aktuell in das vierte Semester mit dem pandemiebedingten Impuls, die digitale Lehre verstärkt umzusetzen. Zum Semesterstart stellten die Hochschulen dem bayerischen Wissenschaftsminister eine Studie zur Corona-Bilanz in der Hochschullehre vor. Die Studie zeigt auf, wie gut die digitale Lehre angenommen wurde und wo ihre Grenzen sind. Zusätzlich gibt die Studie einen Ausblick, wie sich in Zukunft digitale Lehre und Studium in Präsenz stärker ergänzen werden.

 

Erkenntnisse aus der Studie

Trotz erheblicher Belastungen haben die Mehrheit der befragten Studierenden und Lehrenden eine positive Grundhaltung und zeigen eine steigende Motivation zur digitalen Lehre. Rückblickend sind 56 Prozent der Studierenden mit der digitalen Lehre an ihrer Hochschule zufrieden. Die große Mehrheit war jedoch der Meinung, dass die digitale Lehre in keinem Fall die Präsenzlehre und den Austausch unter Studierenden in der Hochschule ersetzt.

 

Die Studierenden konnten weiterstudieren, weil auch in Zeiten der Pandemie Prüfungen in ausreichendem Umfang angeboten werden konnten. Auf Grundlage der Bayerischen Fernprüfungsverordnung wurden neue Prüfungsformen eingesetzt. 61 Prozent der Studierenden bewerteten diese Entwicklung als positiv. „Mit viel Flexibilität, bahnbrechender Innovationskraft und hohem Verantwortungsbewusstsein haben unsere Hochschulen die Ausnahmesituation der Corona-Pandemie in den vergangenen drei Semestern gemeistert“, beschreibt Wissenschaftsminister Bernd Sibler die Situation an den Hochschulen.

 

Vom Krisenmodus in die Veränderung

Langfristig müsse es das Ziel sein, aus dieser Krise zu lernen und die Vorzüge der digitalen Lehre beizubehalten. Dafür müssen noch viele neue Ideen entwickelt und viel Unsicherheit genommen werden. HM-Vizepräsident Lehre, Prof. Dr. Klaus Kreulich, erläutert: „Die digitale Lehre läuft erstaunlich gut, wenn man bedenkt, wie alle von dieser neuen Situation überrascht wurden. Wir wollen weder zum Alten zurück, noch wollen wir die reine Onlinelehre. Die Erkenntnisse der Studie zeigen uns, dass aktuell eine an den Zielgruppen, dem Fachgebiet und der Lehrsituation orientierte Vielfalt aus Präsenz-, Blended-, Online- und hybrider Lehre an den Hochschulen entsteht.“

 

Vernetzt agierende Hochschulgemeinde

Die Studie geleitet haben Prof. Dr. Klaus Kreulich, Vizepräsident Lehre der HM, Prof. Dr. Christina Zitzmann, Vizepräsidentin für Bildung an der TH Nürnberg und Dr. Benjamin Zinger vom Forschungs- und Innovationslabor Digitale Lehre (FIDL). Erarbeitet hat die Inhalte ein Team bestehend aus über zwanzig Personen aus dem Kreis der Mitarbeitenden, ProfessorInnen und VizepräsidentInnen der bayerischen HAWs. Im Sommersemester 2021 wurden fast 12.000 Studierende und über 2.000 Lehrende befragt.

 

Die komplette Studie zum Download finden Interessierte auf der Webseite des FIDL .

 

 

Ralf Kastner

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